Alpenluft nimmt Form an!

Hallo zusammen!

Alpenluft nimmt langsam Form an. 🌿

Nach zahlreichen Vernetzungsgesprächen haben sich bereits viele weitere Ideen und mögliche Kooperationen für zukünftige Workshops ergeben. Das freut mich besonders: Aus einer ersten Idee entsteht Schritt für Schritt ein Netzwerk aus Menschen, Unternehmen und Orten, die ihr Wissen, ihr Handwerk und ihre Begeisterung mit anderen teilen möchten.

Neben den ersten Workshops im Bereich Handwerk werden künftig auch Persönlichkeitsentwicklung, Natur, Bewegung und Gesundheit Teil von Alpenluft sein.

Was kommt als Nächstes?

  • Mechanik-Workshop mit einem echten Offroad-Spezialisten – selbst Hand anlegen, verstehen, was passiert
  • Naturführung für Kinder in Feldkirch – die Natur direkt draußen erleben, nicht aus dem Schulbuch
  • Yogakurse – Bewegung, Achtsamkeit und Körpergefühl im Alltag verankern
  • Workshop für natürliche Gesichtspflege – kosmetische Pflege bewusst und selbstgemacht

Und ich bin mir sicher: Das wird erst der Anfang sein.

Ich freue mich schon darauf, eine wachsende DIY- und Lerncommunity in ganz Vorarlberg begrüßen zu dürfen und gemeinsam erlebnisreiche Tage zu verbringen.

Denn genau darum soll es bei Alpenluft gehen:

Lernen. Ausprobieren. Selbermachen. Begegnen.


Lernen durch Formen

Am Wochenende durfte ich mit einer befreundeten Familie Zeit in Schnepfegg verbringen.

Vom letzten Jahr war noch etwas Lehm übrig. Also begannen wir einfach damit, kleine Figuren zu formen, verschiedene Mischungen auszuprobieren und mit dem Material zu experimentieren.

Ohne großen Plan. Einfach machen.

Dabei kam bei mir wieder ein Gedanke auf, der mich bei Alpenluft immer wieder beschäftigt:

Was passiert eigentlich mit uns, wenn wir mit unseren Händen lernen?

In der Waldorfpädagogik und in anthroposophisch geprägten Bildungsansätzen spielen künstlerische und handwerkliche Tätigkeiten eine besondere Rolle. Lernen soll nicht ausschließlich über den Kopf stattfinden, sondern über das Zusammenspiel von Kopf, Herz und Hand. Sinneserfahrungen, Bewegung, Gestaltung und eigenes Tun werden als wichtige Bestandteile von Entwicklung verstanden.

Gerade das Arbeiten mit natürlichen Materialien wie Holz, Wolle, Ton oder Lehm bietet dabei eine besondere Form der Erfahrung.

Der Ton ist weich. Ich drücke hinein. Er verändert seine Form. Ich nehme etwas weg. Ich füge etwas hinzu. Ich probiere etwas aus. Und plötzlich entsteht etwas, das vorher nur in meiner Vorstellung existiert hat. Das Interessante daran ist: Ich muss meine Vorstellung nicht nur denken – ich muss sie in die Welt bringen.

Und genau dabei verändert sich auch meine Vorstellung. Vielleicht wird die Figur anders als geplant. Vielleicht muss ich einen neuen Weg ausprobieren. Vielleicht entdecke ich eine Möglichkeit, auf die ich vorher gar nicht gekommen wäre. Das Material gibt mir ständig Rückmeldung.

In der Waldorfpädagogik wird diese Verbindung von eigener Tätigkeit, Wahrnehmung und Entwicklung bewusst genutzt. Fähigkeiten sollen nicht nur theoretisch erklärt, sondern durch eigenes Tun entwickelt und unmittelbar erfahren werden.

Für mich ist das ein unglaublich spannender Gedanke.

Denn vielleicht ist **Kreativität gar nicht in erster Linie etwas, das man sich ausdenken muss. **Vielleicht entsteht Kreativität auch dadurch, dass man anfängt, etwas zu tun. Man nimmt ein Stück Holz. Einen Klumpen Lehm. Ein Stück Stoff.


Das ist für mich Bildung

Wir leben in einer Zeit, in der uns unglaublich viele Dinge abgenommen werden. Wir können Wissen googeln. Wir können Videos anschauen. Wir können Dinge bestellen. Wir können Dienstleistungen buchen. Wir können beinahe alles digital organisieren. Das ist großartig. Aber gleichzeitig möchte ich nicht, dass wir vergessen, wie wertvoll es ist, selbst etwas zu können.

Etwas mit den eigenen Händen zu erschaffen, bedeutet mehr als nur ein fertiges Produkt zu besitzen.

Es bedeutet, einen Prozess zu erleben,  Fehler zu machen und nach Lösungen zu suchen. Und manchmal bedeutet es auch, sich selbst ein bisschen besser kennenzulernen.

Wir wollen nicht einfach Kurse anbieten.

Wir wollen Möglichkeiten schaffen, bei denen Menschen Erfahrungen machen, bei denen sie etwas ausprobieren.

„Das habe ich heute gelernt. Das kann ich jetzt selbst.“


Hast du eine Idee?

Vielleicht hast du selbst ein besonderes Können, schon lange die Idee für einen Workshop oder du möchtest dein Unternehmen durch eine besondere Bildungseinheit erlebbarer und bekannter machen.

Alpenluft soll wachsen – und zwar gemeinsam mit den Menschen, die Vorarlberg mit ihrem Wissen, ihren Fähigkeiten und ihren Ideen bereichern.

Ich freue mich auf euch.

Danke, dass ihr Alpenluft beim Entstehen begleitet.

Bis bald!

David

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